Aktuelle Themen

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Preissituation Ölmarkt

November 2021

Der Ölmarkt stand im Jahr 2020 im Zeichen der Covid-19 Viruspandemie. Die Welt rutschte deshalb im Laufe des Jahres in eine schwere Rezession ab. Durch die eingebrochene Nachfrage waren die Förderländer gezwungen, ihre Förderleistung drastisch zu reduzieren. Sie zeigten sich auch Anfang des Jahres 2021 noch nicht bereit, die Ölproduktion zu erhöhen. Die Weltwirtschaft erholte sich aber im zweiten Quartal und die Nachfrage nach Öl nahm wieder deutlich zu. Die OPEC und andere Förderländer blieben jedoch bei einer zurückhaltenden Mengenstrategie. Erst ab Juli einigten sich die OPEC-Plus-Gruppe in kleinen Schritten, den Ölausstoß zu erhöhen. Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage führte zu den drastischen Ölpreissteigerungen. Der Rohölpreis für die Sorte Brent (Nordseeöl) überstieg Anfang November den Preis von 80 USD pro Barrel (159 Liter). Ein solches Niveau hatten wir zuletzt Ende 2018. Neben der weltweit starken Nachfrage, der noch bestehenden Fördereinschränkungen, der Angebotsausfälle in Mexico, sind auch geringe Bestände und die Frachtensituation ursächlich dafür, dass die Verbraucher tiefer in die Tasche für Heizöl, Diesel und Benzin greifen müssen. Der Markt kennt aber nicht nur den Aufwärtstrend, was die Jahre 2019 und 2020 belegen. Da lagen z.B. die Heizölnotierungen deutlich unter denen des Jahres 2018.

Wir sehen aktuell in der Preisentwicklung kein großes Steigerungspotential mehr. Die Bestellneigung der Verbraucher ist zurückhaltend. Viele schreckt der hohe Preis ab. Wir rechnen für das kommende Jahr eher mit sinkenden Rohölpreisen, aber auch mit günstigeren Heizölpreisen als derzeit, selbst, wenn die CO 2 – Abgabe ab Januar um 2 Cent/l steigt.

Widerrufsrecht

09.11.2021

Das Widerrufsrecht beim Heizöleinkauf für Verbraucher findet ab sofort keine Anwendung mehr.

Die Grundlage hierfür bildet der § 32g Abs. 2 Nr. 8 BGB. Bundestag und Bundesrat haben die entsprechende Gesetzesänderung verabschiedet. Die bisherige Kaufrücktrittsregelung war für die Heizölhändler einseitig ein Nachteil und ein Fehler. Um dem Kunden die Preisgarantie zum Zeitpunkt der Lieferung zu gewährleisten, muss der Heizölhändler  auch ebenfalls zu tagesaktuellen Preisen einkaufen, um den Verkaufspreis abzusichern, da auch er nicht weiß, welches Preisniveau zum Zeitpunkt der Lieferung besteht.